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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Weihnachten naht




Heute ist bereits der 12.Oktober. Was sagt uns das? Bis Heiligabend sind es lediglich noch 73 Tage. Dreiundsiebzig! Das ist fast gar nichts mehr. 
Sie erkennen es daran, dass seit einigen Wochen die Marzipanbrote in den Supermärkten ihrer Vernichtung entgegensehen und rotbemützte glockenschwingende Weihnachtsmänner „Hoo-hoo-hoo-hoooooo“-johlend und die Einkaufspassagen bevölkern.
Haben Sie bereits all ihre Geschenke bereit? Ist bei Ihnen alles sauber eingepackt und verstaut? Nein? Dann gehören Sie vermutlich zu jenen, gleichermaßen bei Kassierer/Innen von Fachgeschäften, Warenhäusern und Supermärkten äußerst ungeliebten „Last Minute am Heiligabend -Käufern“.

Seien Sie vorsichtig! Erledigen Sie Ihre kompletten Weihnachtseinkäufe. Sofort! Es wird allerhöchste Zeit. Sonst spielen sich in Ihrem Umfeld demnächst Szenen ab, wie wir sie aus den Presseberichten in der Zeit zwischen den Jahren kennen. Eine kleine Auswahl habe ich zur Warnung für Sie gesammelt und zusammengestellt:

An der Kasse eines Rostocker Kaufhauses gab es am 24.Dezember um kurz vor 12 Uhr eine Messerstecherei beim Streit um den letzten Parfum-Flakon der Firma Chanel. Drei beteiligte Ehemänner wurden ins Krankenhaus eingeliefert, für die Verkäuferin kam jede Hilfe zu spät.
Mehrere Schaufensterscheiben gingen in einem Schweriner Spielwarengeschäft zu Bruch, als sich der Inhaber weigerte, die dort verbliebenen Barbie-Puppen aus der Auslage zu holen.
In Berlin Spandau stürmte um kurz nach elf Uhr am Heiligen Abend eine Rotte junger Mütter beim Run auf Hertha-Trikots ein Sportwarengeschäft. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 45.000 Euro.
Eine Spontan-Demo mit Flash-Mob für die Verlängerung der Einkaufszeiten durchgehend bis zum 26. Dezember Mitternacht bildete sich in Halle an der Saale.

In Wunsdorf/Luhe starb ein Kaufwilliger bei dem Versuch, die letzte vorhandenen Swatch-Uhr vor dem Zugriff konkurrierender Geldbörsenzücker zu sichern. 

Bei einem Rheinbacher Buchhändler entwickelte sich am 24. Dezember gegen 11.24 Uhr eine Massenschlägerei unter zwölf Hausfrauen, die allesamt ein Buch von Thomas Mentzel kaufen und verschenken wollten. Es fanden sich aber selbst bei heftigem Suchen im Lager lediglich drei Exemplare. Die Polizei musste schlichten, zu Schaden kam niemand.

Massenschlägerei in der Kölner Schildergasse, es waren keine Steiff-Tiere mehr zu bekommen.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Sämtliche gebrochene oder gestauchte VerkäuferInnen-Hände aufzuzählen, würde allerdings sowohl den Raum wie den Rahmen sprengen.

Darum; wenn Ihnen nun das Wohlwollen und das Wohlergehen des Verkaufspersonals nicht egal ist, kaufen Sie jetzt endlich die Weihnachtsgeschenke. 

Verpacken Sie sauber, verstecken Sie gut. Falls es weiter fortgeschickt wird, beispielsweise nach Klein-Ziemersdorf oder in die Eifel: Bringen Sie die Geschenke zügig zur Post, damit alles pünktlichst ankommt. 

Und verlegen Sie bitte nicht schon wieder meine Adresse!

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